Olympus DS-3000

OLYMPUS DS-3000: Darf’s ein bißchen mehr sein?

Die FAZ bezeichnete das OLYMPUS DS-3000 als das „vielleicht beste Diktiergerät“ der Welt, den sinnvollen Test der Zeitschrift FACTS bestand es als Sieger und wir halten es für das Referenzgerät digitaler Diktiergeräte. Zwei Jahre wird das DS-3000 mittlerweile verkauft – sind die überaus positiven Einschätzungen weiterhin gültig? Und auch wenn der Preis bei der Anschaffung eines täglichen Arbeitsgerätes nicht im Zentrum der Überlegungen stehen sollte: Ist die Preisdifferenz des Flaggschiffs zur Konkurrenz weiterhin gerechtfertigt?

Wir sind dieser Meinung. Obwohl in der Zwischenzeit das OLYMPUS DS-2000 stark überarbeitet wurde und das SANYO ICR-B150 oder das OLYMPUS DS-660 auf den Markt gekommen sind, bleibt das DS-3000 für uns auf Platz 1.

Wir sind nicht unbeeindruckt von originären Produktmerkmalen oder auch technischen Weiterentwicklungen, welche die Wettbewerber eingebracht haben. Auch ist das DS-3000 nicht das perfekte Diktiergerät, es ist einfach das beste, das derzeit erhältlich ist. Sicher ständen unserem Referenzgerät eine Dockingstation, eine Akku-Ladefunktion, USB Audio Class und USB Storage Class gut. Und sicherlich ist es diskutabel, ob diese „Defizite“ beispielsweise durch wechselbare Speichermedien, 10 Autorenkennungen oder die überaus gelungene Bauform aufgewogen werden. Nein, allein daran läßt sich das DS-3000 nicht messen. Es ist stattdessen das Zusammen-Sein der digitalen Diktierfunktionen, der Software, des optionalen Zubehörs, des Designs und des Service-Konzepts in genau dieser Weise. Dieses Diktiergerät vereint unserer Meinung nach mehr als die Summe seiner Einzelheiten: Es ist die produktgewordene Idee zeitgemäßen und dabei komfortablen Diktierens.

Das DS-3000 ist also das beste derzeit verfügbare digitale Profi-Diktiergerät, weil es in der Kombination sinnvoller Komponenten das beste dem Vieldiktierer derzeit verfügbare Arbeitsmittel ist. Fehlende Features, wie USB Audio Class oder die Möglichkeit, Akkus im Gerät zu laden, werden bei Konkurrenzgeräten teuer erkauft, d.h. durch das Fehlen entscheidenderer Funktionen wie Netzwerk- und MAPI-Fähigkeit der Software, die Möglichkeit des Direktdiktats in den PC oder eines überzeugenden Servicekonzepts.

Natürlich hat das neue DS-2000 jetzt auch die vollen Editierfunktionen: dafür liegt die Aufnahmetaste vorn auf dem Gerät und Sie müssen im Zweifelsfall mehrere hundert Mal am Tag eine unschöne Bewegung mit dem Daumen machen. Sicher hat das SANYO ICR-B150 unserer Meinung nach die sympatischste Steuerung: dafür sorgen um ein Vielfaches erhöhte Dateigrößen für arge Verzögerungen im eMail-Versand oder für Serverbelastungen im Netz. Bestimmt ist es schön, beim GRUNDIG Digta 4010 die Akkus im Gerät laden zu können: dafür ist das Gerät doppelt so groß, der Schreibplatz doppelt so teuer und 2 x 4 MB MMC für 38 Minuten im Lieferumfang sind auch nicht eben überzeugend für ein Profi-Gerät.

Festzuhalten bleibt: Würde das DS-3000 alle denkbaren positiven Eigenschaften auf sich vereinen, wäre die Empfehlung eindeutig. In einem Markt sinnvoller und toller Features, welche die einzelnen Hersteller ihren Produkten mitgeben, bleibt es trotzdem der beste Kompromiß, für Vieldiktierer sogar die einzige Empfehlung. Denn bedeutsam ist nicht die Summe der Unterschiede, sondern deren Auswirkungen in der Diktier-Praxis, d.h. man muß die Features nicht aufzählen, sondern gewichten. Und hierbei können Sie uns – nach mehr als 7 Jahren Erfahrung in der Betreuung digitaler Diktiersysteme – durchaus beim Wort nehmen.

Die folgenden Informationen stellen wir Ihnen als pdf-Dokument zur Verfügung:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.