Neue OLYMPUS Handdiktiergeräte: OLYMPUS DS-5000/DS-5000iD

DS-5000 in Docking StationDigitale Diktiergeräte werden in einem Nischenmarkt platziert, den einige Besonderheiten auszeichnen: Die Zahl der Hersteller ist klein und beständig, die Herstellerbindung von Handelspartnern und Kundschaft eng, Produkte sind oftmals mit Blick auf die konservativen Werteinstellungen späterer Anwender konzipiert – das „Ex und Hopp“ der Mikroelektronik hat in diesem Markt, dessen wichtigstes Bei-Wörtchen seit ein paar Jahren „digital“ ist, keine Chance. Umso schwerer ist es, in diesem Umfeld einen Mega-Seller wie das DS-4000 zu ersetzen.

Vor knapp 4 Jahren brachte OLYMPUS das Gerät auf den Markt, das als Meilenstein der digitalen Diktiergeräte Spezies gilt und nun der Ablösung harrt. Vor ein paar Tagen erlebten wir im Kreise von 3 Dutzend Händlern aus Deutschland, wir ein DS-5000ID mit der Seriennummer 10 und dem Firmware Release 0.87 ausgehändigt – und vor allem ein Versprechen auf die Kontinuität der Produktentwicklung: Eine Reihe von Detail-Verbesserungen an Drucktasten, dem unbestreitbar herausragenden Schiebeschalter des DS-4000 und im Handling der zum Standard Package zählenden Dockingstation wurden demonstriert. Diktiergerät und Dockingstation glänzen in neuem, schwarz gehaltem Design, welches gleichwohl den erfolgreichen Vorgänger erahnen läßt. Die Batterielaufzeit hat sich deutlich verlängert und die dem aktuellen Stand der Technik geschuldeten Funktionalitäten sind natürlich integriert.

Genau diese Funktionalitäten sind es, die den Hersteller zum langsamen Abschied vom DS-4000 „gezwungen“ haben, hatte PHILIPS mit dem DPM 9600 die Omnipräsenz des OLYMPUS Geräts doch ernsthaft in Frage gestellt. Nun verfügt auch das DS-5000 über den neuen DSS Pro Standard, der die Echtzeitverschlüsselung und bessere Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Spracherkennungsprogrammen ermöglicht. Das Diktiergerät ist für die Anbringung eines Barcode-Scanners oder anderer Module vorbereitet, einerseits durch die bereits integrierte Aufnahmemechanik, andererseits durch eine zum Lieferumfang gehörende zusätzliche Mini-SD Karte. Diese Karte kann ausgelesene Daten aufnehmen, was auf geplante speicherlose Module schließen läßt. Neuigkeiten sind bei OLYMPUS auch die Ladung der mitgelieferten Akkus im Gerät, das Vorhandensein eines Standard USB-Anschlusses und die Möglichkeit, einer Sprachaufzeichnung akustische Anmerkungen für den weiteren Bearbeitungsprozeß beizufügen. Das macht sich schön, wenn man seine Diktate von Spracherkennungsprogrammen auslesen läßt – denn die sollen sich an den Anweisungen für die Sekretärin natürlich nicht zusätzlich mühen. Eine Marktinnovation ist das DS-5000ID, welches neben der Benutzererkennung mittels PIN auch die mittels Fingerprint-Code zuläßt.

So behutsam und anwenderfreundlich die Weiterentwicklung der Hardware vorgenommen wurde, so deutlich scheint sich die zum Lieferumfang zählende professionelle Software mit dem Release 5.x vom Vorgänger abzugrenzen. Leider blieb uns der Blick auf diese Entwicklung im Detail verwehrt, aber von einer „vollkommen umgestalteten“ Software war die Rede, die, ein Hoch auf die Nische, auch in Zukunft weiterhin für Windows Betriebssysteme und Mac OS X zu haben sein soll.

Den Verkaufsstart des DS-5000 schätzen wir auf den Frühsommer 2008, das DS-5000ID dürfte noch etwas später eingeführt werden. Bis dahin werden wir dem Hersteller die gewünschten Rückmeldungen zur freundlicherweise überlassenen Hardware geben und – in spätestens 8 Wochen oder so – auf dieser Seite auch etwas zur neuen Software gesagt haben.

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